Ultrabooks – die neuen mobilen Notebooks

Klein, schnell und mit einem ausdauernden Akku versehen – das Idealbild eines Notebooks möchte Prozessorhersteller Intel gerne reanimieren. Wurden bis vor einigen Jahren Notebooks zwar immer schneller aber dabei auch unhandlich, wünschten sich viele Leute offenbar wieder die klassischen Tugenden von Mobilcomputern zurück. Der Netbook-Boom zeigte dabei deutlich, dass es oft nicht so sehr auf Leistung sondern eher auf Mobilität ankommt. Wenn ein Netbook allerdings nicht genug Rechenkraft bieten konnte, musste doch wieder zu einem schweren und unhandlichen Notebook oder zu einem teuren Subnotebook gegriffen werden.

An diesem Punkt setzt Intel an: Sogenannte Ultrabooks sollen mit speziellen Stromsparprozessoren aus der Core-i-Serie lange Laufzeiten garantieren, mit bis zu 13,3″ Displaygröße und 1366 x 768 Bildpunkten Auflösung eine für die tägliche mobile Arbeit ausreichend große Bildschirmgröße bieten und zudem leicht und handlich sein. Auf optische Laufwerke muss zumindest bei den jetzt erscheinenden Modellen weiterhin verzichtet werden. Angesichts der beliebten Clouddienste und großer USB- sowie Netzwerkspeicher sicherlich keine schlechte Lösung um Platz und Gewicht zu sparen. Die ULV-Prozessoren in den Ultrabooks bieten zwar weniger Leistung als die schnellen CPUs der klassischen Notebooks, allerdings reicht die Rechenkraft eines 1,3 GHz Core-i3 für so gut wie alle alltäglichen Anwendungen aus. Dank Intels in die CPU integrierter Grafikeinheit HD3000 wird für die Grafikberechnung zudem nur sehr wenig Energie benötigt und auch Flash- und HD-Inhalte werden beschleunigt. Spannend werden Ultrabooks hingegen im Jahr 2012, Intel präsentiert im Frühjahr eine neue Prozessorgeneration mit dem Codenamen Ivy Bridge. Diese CPUs bieten bei noch geringerer Leistungsaufnahme mehr Leistung und eine deutlich schnellere Grafikeinheit. Auch hier sind spezielle Energiesparversionen geplant um den Ultrabooks weiteren Auftrieb zu verschaffen.

Intel spezifiziert die eigens erfundene Geräteklasse der Ultrabooks nur äußerst vage. Ein Ultrabook sollte maximal 20mm Bauhöhe vorweisen, nicht mehr als 1,4 Kilogramm wiegen und eine große Akkulaufzeit bieten. Natürlich sieht Intel nur hauseigene Prozessoren für Ultrabooks vor. Damit lösen Ultrabooks die bereits seit einiger Zeit erhältlichen Subnotebooks ab. Acer bewies in diesem Segment mit den Notebooks der Timeline-Serie schon seit einigen Jahren, dass schmale und leistungsstarke Notebooks mit guten Laufzeiten auch zu interessanten Preisen realisierbar sind. Und auch von Apple gab es mit dem Macbook Air schon ein Ultrabook bevor Intel diese neue Geräteklasse propagieren konnte.

Eine Konkurrenz stellen Ultrabooks primär für die klassischen Notebooks dar. Wenn kein großes Display oder die Rechenkraft eines Vierkernprozessors benötigt wird, bietet sich ein schmales Ultrabook als Alternative an. Und auch der eine oder andere Netbookkäufer dürfte angesichts der bescheidenen Rechenkraft der Netbooks mit einem Ultrabook liebäugeln. Tablets hingegen haben andere Vorzüge und sind weniger zum Arbeiten als eher für die Wohnzimmerunterhaltung konzipiert.

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